WHO: Alle 40 Sekunden stirbt ein Mensch durch Suizid

WHO: Alle 40 Sekunden stirbt ein Mensch durch Suizid
Deutschland spricht 2019

Die Weltgesundheitsorganisation hat die hohe Zahl von Suiziden beklagt. Alle 40 Sekunden sterbe ein Mensch durch Selbsttötung, erklärte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. Weltweit kamen 2016 den Angaben zufolge 10,5 Suizide auf 100.000 Menschen.

Anlässlich des Welttages zur Suizidprävention am Dienstag (10. September) betonte Tedros, dass jeder Tod eine Tragödie für die Familie, Freunde und Kollegen sei. In den reichen Ländern sei die Suizidrate mit 11,5 pro 100.000 Einwohner am höchsten. In den reichen Ländern kämen nahezu drei Mal mehr Männer als Frauen durch Suizid ums Leben.

Unter jungen Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren ist Suizid gemäß den WHO-Angaben die zweithäufigste Todesursache. Nur durch Verkehrsunfälle sterben laut der Organisation mehr junge Menschen. Suizide könnten verhindert werden, unterstrich der WHO-Chef.

Jedes Land müsse wirksame nationale Strategien zur Suizidprävention umsetzen. Weltweit verfügten aber nur 38 Staaten über entsprechende Strategien. So müssten junge Menschen lernen, wie sie Stress bewältigen können. Zudem müssten Warnzeichen bei potenziellen Selbsttötungen ernst genommen werden.

Auch müsse der Zugang zu Schusswaffen und hochgiftigen Pestiziden erschwert und blockiert werden. Mit den Waffen und den Substanzen werden laut der WHO viele Suizide verübt. In Sri Lanka und Südkorea hätten Verbote von Pestiziden zu einem starken Rückgang von Suiziden geführt.

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