Magdeburger Bischof kritisiert Berufung Woelkis nach Köln

Magdeburger Bischof kritisiert Berufung Woelkis nach Köln
Dass Rainer Maria Woelki nach nur drei Jahren wieder aus Berlin abgezogen wird, sei kein ermutigendes Signal, sagt Gerhard Feige.

Der katholische Bischof von Magdeburg, Gerhard Feige, hat die Berufung seines Berliner Amtsbruders Rainer Maria Woelki zum Kölner Erzbischof kritisiert. Es sei kein ermutigendes Signal für den Osten Deutschlands, wenn ein aus dem Rheinland gekommener Hoffnungsträger nach nur drei Jahren schon wieder in seine Heimat zurückkehrt, heißt es in einer am späten Freitagabend veröffentlichten Erklärung Feiges. "Offensichtlich scheint Berlin als Hauptstadt für die katholische Kirche in Deutschland doch nicht so bedeutungsvoll, wie erst jüngst wieder betont wurde", kritisierte der Magdeburger Bischof.

Als befremdlich bezeichnete Feige zudem, dass für das Erzbistum Köln nach nicht einmal einem halben Jahr ein neuer Erzbischof gefunden wurde, während das Bistum Erfurt seit fast zwei Jahren auf einen neuen Bischof wartet. Er wünsche Kardinal Woelki für sein Wirken in der alten und neuen Heimat Gottes Segen und dem Erzbistum Berlin sehr bald einen neuen Erzbischof, fügte Feige hinzu.

Der Berliner Kardinal Woelki war am Freitag von Papst Franziskus zum Kölner Erzbischof ernannt worden. Der gebürtige Kölner war dort bereits von 2003 bis 2011 Weihbischof, bevor er nach Berlin berufen wurde. 

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