Empörung über Thüringens Ausländerbeauftragte Heß

Empörung über Thüringens Ausländerbeauftragte Heß
Thüringens Ausländerbeauftragte Petra Heß (SPD) ist wegen eines Briefes zum Thema Flüchtlinge in die Kritik geraten. Heß habe im Kommunalwahlkampf in ihrem Heimatort Crawinkel Stimmung gegen die dort untergebrachten Bürgerkriegsflüchtlinge entfacht, sagte die Grünen-Landtagsabgeordnete Astrid Rothe-Beinlich dem MDR am Mittwoch in Erfurt. Sie bezog sich auf einen offenen Brief, den Heß am Freitag vor der Wahl verteilt hatte

"In Crawinkel werden künftig verschiedene Nationen zusammen leben, mit denen die Menschen im Ort keinerlei Erfahrungen gemacht haben", schreibt die Ausländerbeauftragte darin. Die Bürger seien mit der Unterbringung überrumpelt worden. Als Ausländerbeauftragte sei sie zudem nicht in die Planungen einbezogen worden. In dem 1.500-Einwohner-Ort sind laut MDR seit Mitte Mai 24 Flüchtlinge aus dem Nahen Osten untergebracht.

Mit solchen Äußerungen leiste Heß rechtspopulistischen Stimmungen Vorschub, sagte Rothe-Beinlich. Zudem bestehe die Gefahr, dass die NPD diese Äußerungen für ihre rechtsextremistische Propaganda einsetzen könnte.

Der Gothaer Landrat Konrad Gießmann (CDU) nannte den Brief bedenklich. In Crawinkel habe der Landkreis fünf Wohnungen angemietet, um Familien aus den Bürgerkriegsgebieten im Nahen Osten unterzubringen. Der Ort sei außer der Kreisstadt der einzige im Landkreis gewesen, in dem Wohnungen angeboten wurden.

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