Ratsvorsitzender Schneider beklagt Verlust der Alltagsfrömmigkeit

Ratsvorsitzender Schneider beklagt Verlust der Alltagsfrömmigkeit
Die Kirche müsse die Lebenszugewandheit des Wortes Gottes wieder stärker spürbar machen. Das könne aber nur gelingen, wenn die Gemeinden zusammen arbeiten.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, sieht die Gemeinden angesichts der weiter schrumpfenden Mitgliederzahlen vor neuen "spirituellen Herausforderungen". Dazu gehöre insbesondere, dass die Menschen wieder zu einer gelebten, inzwischen aber "weitgehend verdunsteten Alltagsfrömmigkeit" zurückfänden, sagte Schneider am Donnerstag in Wuppertal zum Start des "Zukunftsforums 2014" der EKD.

"Die vor uns liegenden Aufgaben kann keine Kirchengemeinde alleine schultern. Es braucht die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden der Region", betonte Schneider. Daher komme der mittleren Leitungsebene besondere Bedeutung zu. Wichtigste Aufgabe und "Alleinstellungsmerkmal" der Kirche sei und bleibe es, die "Lebenszugewandheit" des Wortes Gottes zu bewahren. Die Bindung an Christus mache frei, das Gewohnte zu hinterfragen und nach Wegen der Reformation und Transformation von Kirche zu suchen.

Auf dem Forum wollen sich bis Samstag Vertreter aus Kirchenkreisen, Dekanaten und Synodalverbänden der 20 Landeskirchen über die Veränderungsprozesse in der evangelischen Kirche austauschen.
 

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