ZdK-Präsident: Bischöfe müssen Glaubwürdigkeit zurückgewinnen

ZdK-Präsident: Bischöfe müssen Glaubwürdigkeit zurückgewinnen
Vor der Frühjahrstagung der Deutschen Bischofskonferenz ruft der Präsident der katholischen Laienbewegung, Alois Glück, zur Überwindung der innerkatholischen Glaubwürdigkeitskrise auf.

"Die Bischöfe müssen alles tun, was geeignet ist, die Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen", sagte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Insbesondere müsse im kirchlichen Bereich für mehr Transparenz gesorgt werden. Die katholischen Bischöfe kommen von Montag an in Münster zusammen, um einen neuen Vorsitzenden zu wählen. Robert Zollitsch, dessen Rücktritt als Freiburger Erzbischof der Papst bereits im vergangenen September angenommen hatte, scheidet nach sechs Jahren aus dem Amt.

"Der künftige Vorsitzende muss im Sinne von Papst Franziskus mutig und offen den Dialog in unserer Kirche führen", sagte Glück. Die Kirche dürfe nicht um sich selbst kreisen, sondern müsse sich den Nöten der Menschen zuwenden. Glück forderte, der neue Vorsitzende müsse die Arbeit von Zollitsch im Blick auf den Dialogprozess innerhalb der katholischen Kirche fortführen. Der nach dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche angestoßene Prozess habe zu einer Veränderung der Gesprächskultur in der katholischen Kirche geführt.

Der ZdK-Präsident sprach sich dafür aus, die von Papst Franziskus praktizierte "angstfreie Kommunikation" in der katholischen Kirche in Deutschland umzusetzen. Glück forderte zudem, die Ergebnisse der vom Vatikan in Auftrag gegebenen Umfrage zu Ehe, Familie und Sexualität ernstzunehmen. "Die Frage ist, wie kann die Kirche Menschen heute durch besseres Einfühlungsvermögen erreichen?" Die Umfrage hatte in Deutschland ergeben, dass ein Großteil der Katholiken der Sexuallehre ihrer Kirche kritisch gegenüberstehen.

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