Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen ist nach Hannover gezogen

Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen ist nach Hannover gezogen
Die Weltgemeinschaft der Reformierten Kirchen hat ihre Geschäftsstelle von Genf nach Hannover verlegt. Am 12. Januar wird der Dachverband von weltweit fast 230 Kirchen bei einem Gottesdienst in der niedersächsischen Landeshauptstadt offiziell begrüßt, wie ein Sprecher am Samstag mitteilte. Zu der Feier in der Kirche der örtlichen Evangelisch-reformierten Gemeinde werden unter anderem Vertreter von Bundes- und Landesregierung erwartet.

Die Predigt hält der Präsident der Weltgemeinschaft, Jerry Pillay aus Südafrika.Zu den Rednern gehören den Angaben zugfolge außerdem der Generalsekretär des Weltrates der Kirchen (ÖRK), Olaf Fyske Tveit, und Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD). Das Land Niedersachsen hat der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verliehen. Als solche kann sie Kirchensteuern beziehen und Beamte beschäftigen.

Die Reformierten, die sich vor allem auf den Genfer Reformator Johannes Calvin (1509-1564) berufen, gehören zu den großen konfessionellen Zweigen innerhalb des Protestantismus. Die Weltgemeinschaft vertritt mehr als 80 Millionen evangelisch-reformierte Christen. Deutsche Mitglieder sind die Evangelisch-reformierte Kirche mit Sitz in Leer und die Lippische Landeskirche.

Die reformierte Weltgemeinschaft hatte aus Kostengründen beschlossen, die Schweiz zu verlassen. Genf gilt als eine der teuersten Städte der Welt. Am neuen Sitz der Weltgemeinschaft, im "Calvin Zentrum" in Hannover, hat bereits der Reformierte Bund seinen Sitz. Er vereint etwa 430 reformierte Gemeinden, Synoden und Kirchen und versteht sich als Dachverband der reformierten Christen in Deutschland.

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