Textilarbeiterinnen in Bangladesch fordern höhere Löhne

Textilarbeiterinnen in Bangladesch fordern höhere Löhne
Sechs Monate nach dem Einsturz eines Fabrikhochhauses in Bangladesch mit mehr als 1.100 Toten drängen die Textilarbeiterinnen auf höhere Löhne.

Es wird erwartet, dass in den kommenden Wochen der Mindestlohn in der Branche von zurzeit umgerechnet 28 Euro im Monat deutlich angehoben wird. Seit dem verheerenden Unglück vom 24. April steht Bangladesch, der zweitgrößte Textilexporteur der Welt, international unter Druck, die Arbeitsbedingungen in der Branche zu verbessern.

Die Beschäftigten fordern einen Mindestverdienst von 74,50 Euro, die Unternehmen haben offiziell 32,70 Euro angeboten. Ende September hatten in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka um die 50.000 Textilarbeiterinnen und -arbeiter für einen höheren Mindestlohn demonstriert, Hunderte Fabriken wurden bestreikt.

Der Mindestohn der Textilarbeiter war zuletzt 2010 nach Arbeitsniederlegungen und Protesten erhöht worden. Im Juli dieses Jahres änderte die Regierung das Arbeitsrecht und erlaubte erstmals die Bildung von unabhängigen Gewerkschaften in der Branche. In der Textilindustrie in dem südasiatischen Land arbeiten vier Millionen Menschen, davon sind 80 Prozent Frauen und Mädchen.

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