Syrische Flüchtlinge reisen weiter in mehrere Bundesländer

Syrische Flüchtlinge reisen weiter in mehrere Bundesländer
Die vor zwei Wochen in Deutschland gelandeten 107 syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge sind auf dem Weg in ihre künftigen Wohnorte in mehreren Bundesländern. Einige hätten das Lager Friedland bei Göttingen bereits verlassen, sagte der Leiter der Einrichtung, Heinrich Hörnschemeyer, am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Diejenigen Flüchtlinge, die in Niedersachsen blieben oder nach Nordrhein-Westfalen und Sachsen kämen, sollen an diesem Mittwoch aus Friedland abreisen.

Die Syrer werden nach einem bestimmten Schlüssel auf die Länder verteilt, der sich nach deren Bevölkerungszahl richtet. So nimmt Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichstes Bundesland 17 Flüchtlinge auf.

In Friedland hatten die meisten erwachsenen Syrer in der vergangenen Woche an einem sogenannten Willkommenskurs teilgenommen. Er bestand aus Deutsch-Unterricht, Landeskunde und Tipps für den Alltag. Die größeren Kinder wurden von Erzieherinnen und Erziehern auf ihren Schulalltag in den neuen Wohnorten vorbereitet.

"Die Syrer hatten hier zwei gute Wochen", sagte Hörnschemeyer. Etwas anstrengend seien für viele Familien nur die zahlreichen Foto- und Interview-Wünsche von Journalisten aus ganz Deutschland gewesen.

Die 107 Syrer sind die erste Gruppe von insgesamt 5.000 Flüchtlingen, deren Aufnahme die Bundesregierung bislang zugesagt hat. Sie dürfen zunächst zwei Jahre in der Bundesrepublik bleiben und müssen auch keinen Asylantrag stellen. Wann die zweite Gruppe in Friedland eintrifft, stand Hörnschemeyer zufolge am Dienstag noch nicht fest.

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