Pakistanerin Malala mit Kinderfriedenspreis ausgezeichnet

Tawakkul Karman und Malala Yousafzai

Foto: dpa/Bas Czerwinski

Die 16-jährige Malala Yousafzai (r) bekam von der jemenitischen Friedensnobelpreisträgerin Tawakkul Karman den Kinderfriedenspreis überreicht.

Pakistanerin Malala mit Kinderfriedenspreis ausgezeichnet
Die 16 Jahre alte Pakistanerin Malala Yousafzai ist am Freitag in Den Haag mit dem internationalen Kinderfriedenspreis ausgezeichnet worden. "Malalas Einsatz für die Bildung von Mädchen auf der ganzen Welt hat jeden berührt", erklärte Marc Dullaert von der Organisation "KidsRights", die den Preis seit 2005 vergibt.

Jedes Jahr bekommt ein Kind, das sich für Menschen- und Kinderrechte einsetzt, den Preis aus den Händen eines Friedensnobelpreisträgers. Die Auszeichnung ist mit 100.000 Euro dotiert, die an Hilfsprojekte der Gewinner gehen.

Malala wurde weltweit bekannt, weil sie als Elfjährige in einem Blog des britischen Senders BBC über ihren Wunsch und den Kampf, in die Schule gehen zu dürfen, berichtete. Im vergangenen Jahr verübten die Taliban einen Anschlag auf die junge Pakistanerin. Seither lebt sie in Großbritannien. "Sogar nach einem Mordversuch zeigte sie den Mut, für ihr Ziel  weiterzukämpfen", sagte Dullaert.

Sie sei damit eine Inspiration für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. "Mit ihren Worten und ihrer Stärke weiß sie die Aufmerksamkeit auf die Tatsache zu richten, dass alle Kinder das Recht auf Bildung haben", unterstrich Dullaert. Der  Preis wurde am Freitag von der Jemenitin Tawakkol Karman überreicht, die 2011 den Friedensnobelpreis bekam.

Der internationale Kinderfriedenspreis wurde 2005 vom früheren sowjetischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Michail  Gorbatschow ins Leben gerufen. Seither wird er jedes Jahr von einem anderen  Friedensnobelpreisträger an ein Kind verliehen.

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