Anglikaner beraten erneut über weibliche Bischöfe

Anglikaner beraten erneut über weibliche Bischöfe
Die Kirche von England berät von Freitag an erneut über die Zulassung von Frauen zum Bischofsamt. Das anglikanische Kirchenparlament will in York über einen Gesetzentwurf beraten, der Frauen den Weg in das hohe kirchliche Amt freimachen soll. Ein vorheriges Gesetzesvorhaben war im vergangenen Jahr überraschend gescheitert und hatte die Kirche in eine tiefe Krise gestürzt. Traditionalistische Anglikaner hatten sich wiederholt gegen die Weihe von Frauen als Bischöfinnen ausgesprochen und mit Abspaltung gedroht.

Zwar sieht auch der neue Gesetzentwurf Kompromisse für traditionalistische Gemeinden vor. Allerdings soll es demnach keine Diözese mehr geben, in der keiner der Bischöfe Frauen zu Priesterinnen weiht. Mindestens ein Bischof muss Frauen als Amtsträgerinnen befürworten.

Zum ersten Mal wird der neue Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, zur Synode sprechen. Welby ist im März offiziell in sein Amt als 105. Erzbischof von Canterbury eingeführt worden. Der 57-jährige anglikanische Geistliche folgte auf Rowan Williams, der das Amt zum Jahresende 2012 nach zehn Jahren niedergelegt hatte.

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