Umfrage: Familie und Freunde wichtiger als Geld und Job

Umfrage: Familie und Freunde wichtiger als Geld und Job
Junge Deutsche sind offenbar Idealisten: In einer Umfrage antworteten auf die Frage nach den Zielen im Leben nur vier Prozent, sie wollten reich sein. Dagegen streben 84 Prozent an, glücklich zu werden, wie die Tageszeitung "Die Welt" (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf die Studie "Telefónica Global Millennial" berichtete.

Die Erhebung wurde von dem Unternehmen Telefónica ("O2") in Auftrag gegeben. Mehr als 12.000 Menschen zwischen 18 und 30 Jahren in 27 Ländern wurden dafür befragt.

Die größten Sorge der jungen Erwachsenen ist laut Umfrage die eigene Lebensplanung: 48 Prozent der hierzulande Befragten gaben an, ihre eigene Zukunft und die Frage "Was mache ich mit meinem Leben" bereite ihnen am meisten Sorgen. An zweiter Stelle rangiert die Sorge um die eigene finanzielle Situation, die von 44 Prozent der Befragten genannt wurde. Dahinter folgen Sorgen um das eigene Liebesleben, die eigene Gesundheit und die Gesundheit von Angehörigen und Freunden.

Geld und Karriere weit abgeschlagen

Die jungen Erwachsenen in Deutschland haben trotz des Problembewusstseins kaum Zukunftsangst: 82 Prozent der Befragten blicken optimistisch in die Zukunft, knapp ein Fünftel ist sogar sehr optimistisch. Lediglich 15 Prozent haben leichte oder ausgeprägte Zukunftsangst.

Vor die Wahl gestellt, ob Geld, Familie oder Freunde das Wichtigste im Leben seien, votiert der weit überwiegende Teil der jungen Erwachsenen für die Familie (72 Prozent). Zwölf Prozent nennen Freunde. Geld (zehn Prozent) und Karriere (sechs Prozent) rangieren weit abgeschlagen.

Dreiviertel der Befragten (75 Prozent) würden für eine Arbeit, die sie lieben, in Kauf nehmen, nur wenig zu verdienen. Lediglich 25 Prozent der Befragten würden, vor die Wahl gestellt, einen Job machen, den sie "hassen", um dafür richtig viel Geld zu verdienen.
 

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