"Koje frei?": Kirchentag hat seine 12.000 Betten gefunden

"Koje frei?": Kirchentag hat seine 12.000 Betten gefunden
Hamburg zeigt sich gastfreundlich: Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag hat 12.000 Betten für seine Gäste in der Hansestadt und Umgebung gefunden. Kirchentagspräsident Gerhard Robbers will die Kampagne "Koje frei?" daher am Donnerstag (11. April) offiziell beenden. "Die Zuteilung läuft jetzt auf Hochtouren", sagte Kirchentagssprecherin Patricia Märkisch am Dienstag. Anfang der Woche lag die Zahl der angebotenen Privatquartiere noch bei 11.181 Betten.

Schirmherr der Kampagne ist Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Er hatte sich bereits Ende November zum Kojen-Start lässig-zuversichtlich gezeigt: "12.000 Betten sind kein Problem - das machen wir Hamburger einfach so." Offensichtlich hat er recht behalten. 

Der Kirchentag findet vom 1. bis 5. Mai statt. Zu den rund 2.500 Veranstaltungen haben sich über 100.000 Dauerteilnehmer angemeldet. Jüngere Teilnehmer werden vor allem in Hamburger Schulen übernachten. Viele andere werden bei Freunden und Bekannten Unterschlupf finden.

Ursprünglich sollte die Betten-Kampagne auf den Großbereich des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) beschränkt bleiben. Zuletzt hatte der Kirchentag aber auch die Gemeinden im Hamburger Umland aktiviert und verstärkt im Landkreis Harburg geworben. So war NDR-Moderator Yared Dibaba dafür bei Eis und Schnee in Winsen auf der Luhe gepaddelt.

Von Baumhaus bis Hausboot

Für die lebendige Werbekampagne konnten zahlreiche Promis gewonnen werden. Neben Bürgermeister Scholz und der evangelischen Bischöfin Kirsten Fehrs waren auch der katholische Erzbischof Werner Thissen, Hagenbecks Walrossdame Neseyka und TV-Moderator Jörg Pilawa aktiv. Schornsteinfeger, Sternsinger und St. Pauli-Kicker schüttelten publikumswirksam Betten auf. Ungewöhnliche Kirchentagsunterkünfte sind der Eisbrecher "Stettin", ein Baumhaus auf dem Kinderbauernhof Kirchdorf und ein Hausboot in Geesthacht.

Gäste in Privatquartieren erwarten keinen besonderen Komfort: Ein Bett, eine Couch oder Liege sowie ein einfaches Frühstück reichen aus. Da Kirchentagsbesucher in der Regel den ganzen Tag unterwegs sind, gibt es für Gastgeber keine weiteren Verpflichtungen.

Meldungen

Top Meldung
Annette Kurschus, Präses der evangelischen Kirche in Westfalen zum Thema Singen in Gottesdiensten in Corona-Zeiten.
Wegen der Corona-Pandemie sollte in Gottesdiensten derzeit auf das Singen verzichtet werden. Dass das schmerzt, versteht die westfälische Präses Annette Kurschus nur zu gut. Denn Singen und Beten hingen eng miteinander zusammen.