"Woche für das Leben" wirbt für gesellschaftliches Miteinander

"Woche für das Leben" wirbt für gesellschaftliches Miteinander
Die beiden großen Kirchen in Deutschland wollen mit ihrer "Woche für das Leben" 2013 für mehr Solidarität in der Gesellschaft werben.

Die zentrale Auftaktveranstaltung ist am 13. April in Mannheim. Das Leben in einer pluralistischen Gesellschaft könne nur im Miteinander funktionieren, sagte der evangelische Stadtdekan Ralph Hartmann am Donnerstag in Mannheim. "Für dieses Miteinander wollen wir als Kirchen durch Begegnungen sorgen", sagte der Theologe.

Die Initiative von Evangelischer Kirche in Deutschland (EKD) und katholischer Deutscher Bischofskonferenz (DBK) findet vom 13. bis zum 20. April bundesweit unter dem Motto "Engagiert für das Leben: Zusammenhalt gestalten" statt. Der Auftaktort Mannheim sei ein "Ort der gelebten Ökumene", sagte Hartmann. Ein einziger Straßenzug verbinde etwa Kirchen, Synagogen und Moscheen.

Den "sozialen Nahbereich" gut gestalten

Der katholische Stadtdekan Karl Jung sagte, die Veranstaltungen sollten "auf den Wert und die Würde jedes einzelnen Lebens hinweisen". Damit die soziale Teilhabe aller Menschen gelinge, seien nicht nur Staat und Kirche gefordert, sondern auch die Zivilgesellschaft.

EKD und Deutsche Bischofskonferenz betonten, dass das Miteinander im "sozialen Nahbereich" gut gestaltet werden müsse. "Auch in hoch entwickelten Gesellschaften wie der unseren stellt sich ein gerechtes und solidarisches, menschliches Miteinander nicht von selbst ein", heißt es in einer Erklärung zur "Woche für das Leben". Zwar trage der Staat die Sorge für geeignete Rahmenbedingungen. Eine engagierte Zivilgesellschaft sei jedoch nötig, um den Menschen Halt und Struktur zu bieten.

Bei einer Podiumsdiskussion im Anschluss an den Eröffnungsgottesdienst wollen unter anderen der Vorsitzende der Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, sowie der evangelische Landesbischof in Baden, Ulrich Fischer, zum Thema sprechen.

 

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