"Weihnachten im Schuhkarton" erwartet einhundertmillionstes Paket

Foto: epd-bild/Axel Schmies
Geschenke zu Weihnachten sind hierzulande üblich. Dass auch Kinder in
"Weihnachten im Schuhkarton" erwartet einhundertmillionstes Paket
Bei der Geschenkaktion "Weihnachten im Schuhkarton" rechnen die Organisatoren in diesem Jahr mit dem einhundertmillionsten Paket weltweit. In Deutschland seien in den vergangenen zehn Jahren rund fünf Millionen Päckchen geschnürt worden, die vor allem bedürftigen Kindern und Familien in Osteuropa zugutekamen, teilte der Verein "Geschenke der Hoffnung" in Berlin mit.

Bundesweit wurden in diesen Tagen wieder 800 Sammel- und 4.000 Annahmestellen eröffnet. Dort kann jeder Spender den von ihm selbst gepackten und festlich eingewickelten Karton abgeben. Gefüllt werden soll der Karton mit neuen, nicht gebrauchten Geschenken wie Spielzeug, Kleidungsstücken oder Süßigkeiten.

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Die Aktion wurde international von der evangelikalen Hilfsorganisation Samaritan's Purse im Jahr 1990 gestartet. In Deutschland wird sie nach Angaben des Vereins "Geschenke der Hoffnung" von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), ZDF-Moderator Peter Hahne und dem Ratsmitglied der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Tabea Dölker, unterstützt.

2011 seien den Angaben zufolge weltweit 8,6 Millionen Geschenkpäckchen für Menschen in insgesamt 115 Ländern geschnürt worden. Davon stammten sechs Millionen Sendungen aus den USA, über eine Million aus Großbritannien und knapp eine halbe Million aus Deutschland und Österreich.

"Dann wird Hoffnung lebendig"

Die Geschenkpäckchen werden vor Ort von christlichen Gemeinden an Bedürftige verteilt, im Rahmen von Weihnachtsfeiern. "Wenn der Funke von dem Kind in der Krippe auf das beschenkte Kind überspringt, dann wird Hoffnung lebendig", umschrieb Projektleiterin Diana Molnár das Anliegen. Die Unterstützung erfolge ungeachtet des religiösen, sozialen oder kulturellen Hintergrundes.

"Wir wollen den Menschen neue Lebensfreude und Perspektiven eröffnen", ergänzte Vereinsgeschäftsführer Bernd Gülker. Dazu zählten persönliche Beziehungen, aber auch Kontakte zu Christen am Heimatort. Partner von "Geschenke der Hoffnung" sind in Osteuropa den Angaben zufolge lutherische, katholische, orthodoxe oder freikirchliche Gemeinden wie Baptisten und Pfingstkirchen.