Vivantes beendet "Babyboom"

Vivantes beendet "Babyboom"
Nach dem Ausstieg des Privatsenders RTL hat jetzt auch der Krankenhausbetreiber Vivantes Pläne für eine Kreißsaal-Dokusoap in Berlin beerdigt.

Die Klinikleitung unter Joachim Bovelet entschied nach Informationen des Berliner "Tagesspiegels" am Dienstag vor einer geplanten Aufsichtsratssitzung, Abstand von dem Vorhaben zu nehmen. Man richte sich nach dem Wunsch des Eigentümers - des Berliner Senats - und setze das Projekt nicht fort, hieß es laut dem Blatt (Mittwochsausgabe).

Unabhängig von dieser Entscheidung werde Bovelet Vivantes auf eigenen Wunsch verlassen. Nach Informationen des "Tagesspiegels" soll er sich schon im vergangenen Jahr durch den Senat gegängelt gefühlt haben. Der Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) hatte die Dreharbeiten am 27. Februar gestoppt, nachdem unter anderem der Berliner Datenschutzbeauftragte Bedenken angemeldet hatte. Die Senatsverwaltung hatte ihre Entscheidung, die Filmaufnahmen vorerst zu stoppen, mit offenen Fragen des Kinderschutzes und der Arbeitnehmerrechte begründet.

RTL wollte in einer Berliner Klinik die Dokusoap "Babyboom - Willkommen im Leben" produzieren. Nach mehrwöchiger Unklarheit über die Zukunft des Projekts hatte RTL die Pläne allerdings Ende vergangener Woche aufgegeben. Jedoch war die Produktionsfirma nach "Tagesspiegel"-Recherchen schnell mit anderen Kanälen im Gespräch. Durch das "Nein" von Vivantes dürften die "Babyboom"-Pläne nun endgültig ad acta gelegt sein.

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