Aussteigerprogramm Exit kämpft ums Überleben

Aussteigerprogramm Exit kämpft ums Überleben
Das Programm Exit für Aussteiger aus der rechtsextremen Szene kämpft ums Überleben.

Durch das Auslaufen eines Förderprogramms werde es ab Mai nicht mehr möglich sein, die Arbeit im bisherigen Umfang fortzusetzen, erklärte Exit am Freitag in Berlin. Momentan sehe es so aus, als ob die Ausstiegshilfe von Exit dann nur noch im Notbetrieb arbeiten könne.

Nach eigenen Angaben hat Exit seit dem Jahr 2000 mehr als 480 Personen aus der rechtsextremen Szene geholt. Ziel der Arbeit von Exit ist, Rechtsextremen beim Ausstieg aus ihrer Gruppe zu helfen und ihnen ein neues Leben ohne politische Gewalt zu ermöglichen. Adressaten sind langjährig aktive und oft militante Rechtsextremisten sowie auch Frauen und Kinder.

Finanziert wurde die Arbeit durch Spenden und über ein Sonderprogramm des Bundesarbeitsministeriums. Mit dem Auslaufen des Programms werde die Bundesfinanzierung nun nicht mehr fortgesetzt. Die ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH als Trägerin von Exit sei derzeit mit dem Bundesfamilienministerium im Gespräch. Dabei gehe es darum, rechtsextremen Eltern und Familien Ausstiegsorientierungen zu geben. Wie eine sich daran anschließende Ausstiegshilfe gewährleistet sein soll, sei aber derzeit noch völlig offen, hieß es.
 

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