Mayaforscher beklagt Milliardengeschäft mit Weltuntergangs-Hype

Mayaforscher beklagt Milliardengeschäft mit Weltuntergangs-Hype
Der Hamburger Wissenschaftler Lars Frühsorge hat das Milliarden-Geschäft mit den Weltuntergangs-Spekulationen rund um den Maya-Kalender kritisiert.

"Davon profitieren westliche Esoteriker, davon profitiert die Tourismus-Industrie, während die Maya wirklich überwiegend in sehr, sehr ärmlichen Verhältnissen leben", sagte der Dozent an der Universität in Hamburg und wissenschaftlicher Berater am dortigen Museum für Völkerkunde am Freitag dem Deutschlandradio.

Das allermeiste, was geschrieben werde, habe sehr wenig mit der Maya-Kultur zu tun, fügte Frühsorge hinzu. Auch gebe es keine Inschriften oder sonstige Quellen, die belegen, dass im Dezember 2012 die Welt untergehen soll: "Ich würde sogar sagen, der Gedanke eines Weltuntergangs ist den Maya fremd. Sie haben mehr eine Vorstellung, dass wenn etwas endet, immer auch ein Neubeginn damit verbunden ist."

Um den 21. Dezember 2012 herum wurde von der Esoterik-Szene ein besonderes Ereignis erwartet. Die Prophezeiungen reichten von der kompletten Zerstörung des Planeten bis zum Beginn eines neuen - besseren - Zeitalters. Die bekannteste Voraussage beruft sich auf den Maya-Kalender. Dieser soll Ende 2012 abbrechen. Wissenschaftler halten das Ganze schlicht für großen Unfug.

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