Zukunftsforscher: Kein Grund für Endzeitstimmung

Zukunftsforscher: Kein Grund für Endzeitstimmung
Der Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski wirft Politik und Wirtschaft Kurzsichtigkeit vor. "Die Wirtschaft lebt von Quartalsberichten und die Politik von Legislaturperioden", sagte der Publizist und frühere wissenschaftliche Leiter der Stiftung für Zukunftsfragen in Hamburg.

Bis heute werde Zukunftsorientierung in der öffentlichen Diskussion weitgehend ausgeblendet, erläuterte Opaschowski dem Evangelischen Pressedienst (epd). Angesichts der Endzeitspekulationen um das Datum 21. Dezember 2012 ruft der Forscher zu Optimismus auf. "Die Menschen sollen zukunftshungrig werden und nicht nur Angst vor der Zukunft haben." Zu den Prophezeiungen rund um den Maya-Kalender sagte der als "Mr. Zukunft" bekannte Wissenschaftler: "Ganz schnell vergessen".

Pessimismus und Fatalismus seien in Europa nicht angebracht, fügte Opaschowski hinzu: "Wir leben nun einmal in unruhigen Zeiten: In einer Ära von Dauerkrisen inmitten von Finanz-, Wirtschafts-, Umwelt- und Gesellschaftskrisen." Die Medien vermittelten den Eindruck, dass sich Kriege, Krisen und Katastrophen wie im tiefsten Mittelalter häuften. Die Menschen müssten jedoch "mit zwei Beinen im Leben stehen - mit dem einen in der Gegenwart, mit dem anderen in der Zukunft."

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