Auftritt im Stil von "Pussy Riot" in ukrainischer Kirche verhindert

Auftritt im Stil von "Pussy Riot" in ukrainischer Kirche verhindert
Ein orthodoxer Priester hat in einer ukrainischen Dorfkirche eine Punk-Performance von vier jungen Männern im Stil von "Pussy Riot" verhindert.

Der Priester habe die maskierten Musiker mit einem Weihrauchgefäß zur Räson gebracht, meldete die Nachrichtenagentur Interfax am Montag. Die Aktion wird jedoch keine juristischen Folgen haben, weil Pater Wassili auf eine Anzeige verzichtet.

Die vier Männer hatten sich bunte Strumpfhosen über die Köpfe gezogen und waren im Schutz der Nacht in die Nikolauskirche im Dorf Barwinkowo eingedrungen, um vor dem Altar "Gottesmutter, verjage Janukowitsch!" zu singen. Viktor Janukowitsch ist der Staatspräsident der Ukraine.

Doch der Versuch scheiterte. Pater Wassili bemerkte die Männer, als sie die Kirche betraten. "Ich habe gedacht, dass seien Plünderer, und bin losgelaufen, um den Kirchenbesitz zu beschützen." Die Männer wurden anschließend nur kurz auf der Polizeiwache festgehalten, weil Pater Wassili seine ursprüngliche Anzeige wieder zurückzog.

Drei Aktivistinnen der russischen Punkband "Pussy Riot" hatten im Februar in einem "Punk-Gebet" in einer Moskauer Kirche die Verbindung von orthodoxer Kirche und Staat in Russland und Präsident Wladimir Putin kritisiert. Zwei Bandmitglieder wurden danach zu Haftstrafen verurteilt. Kritiker warfen den Frauen unter anderem vor, die religiösen Gefühle der Gläubigen in Russland verletzt zu haben.

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