EU gibt mehr Geld für Syriens Bevölkerung

EU gibt mehr Geld für Syriens Bevölkerung
Die EU-Kommission hat angesichts der Gewalt in Syrien ihre humanitäre Hilfe für die Opfer verdoppelt. Die Brüsseler Behörde stockte ihre Zahlungen am Montag von 20 Millionen auf 40 Millionen Euro auf.

Das Geld soll für medizinische Nothilfe, Zelte, Nahrungsmittel sowie psychologische Betreuung verwendet werden, wie die zuständige Kommissarin Kristalina Georgiewa erläuterte. Die Hilfe der EU-Kommission und der europäischen Länder für die syrische Bevölkerung erhöht sich damit auf insgesamt 90,5 Millionen Euro.

Die Spirale der Gewalt habe Hunderttausende Syrer in eine verzweifelte Lage gebracht, unterstrich Georgiewa. Die zusätzlichen Gelder kämen 1,5 Millionen Menschen zugute, die sich teils inner-, teils außerhalb des Landes aufhielten. Georgiewa forderte die Konfliktparteien erneut auf, Nothelfer und andere Zivilisten nicht anzugreifen: "Die Schießereien auf Krankenwagen und die gezielten Übergriffe auf Hilfskräfte müssen enden."

Flüchtlingsstrom nach Europa?

Nach Angaben der EU-Kommission sind mehr als 113.000 Menschen aus Syrien geflüchtet und harren nun in der Türkei, Libanon, Jordanien, Irak und anderen Ländern aus. Mangels Informationen tue sich die EU schwer, die passende humanitäre Hilfe auf den Weg zu bringen, hieß es aus der Behörde.

Die europäischen Regierungen schließen indessen nicht aus, dass ein größerer Flüchtlingsstrom nach Europa kommt. Bei einem informellen Treffen in Nikosia (Zypern) berieten die europäischen Innenminister über verschiedene Möglichkeiten, den verzweifelten Menschen in der Region zu helfen.

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