EKD schließt Haushaltsjahr 2025 mit 18,5 Millionen Euro Überschuss ab

EKD schließt Haushaltsjahr 2025 mit 18,5 Millionen Euro Überschuss ab
Die Evangelische Kirche in Deutschland hat im vergangenen Jahr deutlich besser gewirtschaftet als geplant. Allerdings rechnet die Kirche für die kommenden Jahre mit finanziellen Herausforderungen.

Würzburg (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat das Haushaltsjahr 2025 mit einem Überschuss von 18,5 Millionen Euro abgeschlossen. Die ordentlichen Erträge lagen um 6,7 Millionen Euro über dem Haushaltsansatz, wie aus dem Bericht des Haushaltsausschusses für das evangelische Kirchenparlament hervorgeht. Zugleich fielen die ordentlichen Aufwendungen um 16,7 Millionen Euro geringer aus als geplant.

Bei den Ausgaben wurden für Sach- und Dienstleistungen 13,3 Millionen Euro und für Personal 3,1 Millionen Euro weniger aufgewendet als vorgesehen. Unter anderem die Finanzerträge lagen um 3,2 Millionen Euro über dem Plan.

Vorsichtige Haushaltsplanung

Der Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Christian Weyer, führte das gute Ergebnis auf eine vorsichtige Haushaltsplanung zurück. Die positive Entwicklung erhöhe die finanziellen Reserven der EKD für schwierigere Zeiten. Insgesamt stiegen die Rücklagen um 18,4 Millionen Euro.

Für die Jahre 2026 und 2027 hatte die EKD-Synode im vergangenen Jahr erstmals einen Doppelhaushalt beschlossen. Dieser sieht für 2026 ordentliche Erträge von rund 270 Millionen Euro vor, für 2027 sind es rund 263 Millionen Euro. Die wichtigste Einnahmequelle bleiben die Umlagen der 20 evangelischen Landeskirchen. Sie sind für 2026 mit rund 183 Millionen Euro und für 2027 mit 177 Millionen Euro veranschlagt. Weyer verwies am Sonntagabend in Würzburg darauf, dass die Umlagen mit drei Jahren Verzögerung in den EKD-Haushalt einfließen. Deshalb stünden der Kirche finanziell schwierigere Zeiten bevor, weil die Kirchensteuereinnahmen voraussichtlich sinken.

Günstiger als ursprünglich geplant verläuft unterdessen die Generalsanierung des EKD-Kirchenamts in Hannover. Die Kosten werden derzeit auf 45,3 Millionen Euro geschätzt und liegen damit rund drei Millionen Euro unter dem ursprünglichen Ansatz von 48,3 Millionen Euro.