Köln, Berlin (epd). Drei Organisationen rufen vor dem Welt-Aids-Tag am 1. Dezember zu mehr Engagement gegen HIV und Aids auf. Seit dem vergangenen Jahr gefährdeten drastische Kürzungen auf internationaler Ebene in diesem Bereich das Leben und die Gesundheit von Millionen Menschen, erklärten das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), die Deutsche Aidshilfe und die Deutsche Aids-Stiftung gemeinsam am Mittwoch in Köln.
Medizinische Versorgung und ein Leben ohne Diskriminierung seien Menschenrechte, betonten die Organisationen. Doch angesichts der Krise bei den globalen Maßnahmen gegen HIV und Aids wachse in vielen Ländern die Feindseligkeit gegenüber besonders stark betroffenen Gruppen. Besonders treffe das etwa schwule Männer, trans Personen und Menschen aus Ländern, in denen HIV besonders häufig vorkommt.
41 Millionen Menschen weltweit betroffen
Ein im Juli 2026 veröffentlichter Bericht des UN-Programm Unaids zeigte auf, dass internationale Mittel für HIV-Programme seit 2025 um mehr als 1,5 Milliarden auf 7,3 Milliarden US-Dollar gesunken seien. Die Hilfsmittel seien damit auf dem niedrigsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten.
Weltweit leben rund 41 Millionen Menschen mit dem Humanen Immundefizienz-Virus, kurz HIV. Rund drei Viertel erhalten nach Angaben der Organisationen HIV-Medikamente, bei Kindern nur etwas mehr als die Hälfte. Ohne Behandlung schädigt das Virus die Abwehrkräfte des Körpers. Es kann die Krankheit Aids ausbrechen, die tödlich endet. Mittlerweile ist eine Infektion gut behandelbar, aber nicht heilbar.




