Berlin (epd). Die Klimaschutzorganisation „Fridays for Future“ will am 13. November deutschlandweit in mehr als 60 Städten für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen. Unter dem Motto „Pay your climate debt“ („Zahlt eure Klimaschulden“) werde gefordert, dass Deutschland seiner globalen Verantwortung gerecht wird, sagte Aktivistin Luisa Neubauer am Mittwoch. Anlass der Proteste ist die Weltklimakonferenz COP 31, die vom 9. bis zum 20. November im türkischen Antalya stattfindet.
Mitten in den Verhandlungen solle so ein Zeichen gesetzt werden, hieß es. Unter anderem in Berlin werde demonstriert. Ein Laternenumzug soll vom Kanzleramt aus durch das Regierungsviertel führen.
Klimawandel „Made in Germany“
Die Aktivistinnen und Aktivisten kritisieren insbesondere, dass die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens von 2015 nur schleppend verlaufe. Deutschland müsse Gelder bereitstellen, um Länder des Globalen Südens und Inselstaaten bei der Bekämpfung der Klimakrise zu unterstützen. Einige Auslöser des Klimawandels seien auch „Made in Germany“, sagte Neubauer.
Die Aktivistin kritisierte weiter, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für sich beanspruche, Politik für junge Menschen zu machen, diese aber tatsächlich ignoriere. Der Kanzler lasse „demonstrativ junge Menschen und deren Zukunft auf diesem Planeten hängen“. Yasin Hinz, Schüler und Sprecher von „Fridays for Future“, monierte hinsichtlich der „Gen Z regelt“-Demonstrationen vom vergangenen Wochenende, dass der Protest junger Menschen und deren politische Betätigung delegitimiert würden.




