Berlin (epd). Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur will anlässlich der 40. Jahrestage der Wiedervereinigung 2030 und des Mauerfalls 2029 ein Erinnerungs-Netzwerk schaffen. Im Rahmen der Initiative „40/40: Geteilte Geschichte - Gemeinsame Gegenwart“ sollen Museen, Schulen, Kommunen, Verbände und andere Einrichtungen bei eigenen Gedenkprojekten unterstützt werden, teilte die Bildungseinrichtung am Dienstag in Berlin mit.
Die Stiftung erklärte, wenn sich Friedliche Revolution und deutsche Einheit 2029 und 2030 zum 40. Mal jährten, stünden vier Jahrzehnte von Diktatur und Teilung vier Jahrzehnten von Freiheit und Einheit gegenüber.
Angebot eines historischen Kalenderdienstes
Stiftungsdirektorin Anna Kaminsky sagte: „Am 9. November trauern wir um die Opfer der Pogrome von 1938 und würdigen den Mut derer, die 1989 den Fall der Mauer möglich machten.“ Das Datum sei wie kein anderes mit der deutschen Demokratie- und Diktaturgeschichte verbunden. Daher solle zu diesem Anlass auch die Geschichte der Demokratie stärker in den Blick genommen werden.
Bereits für dieses Jahr bietet die Bundesstiftung zudem einen historischen Kalenderdienst an. Die Datenbank verzeichne mehr als 5.200 Ereignisse aus der Geschichte kommunistischer Diktaturen. Für das Frühjahr 2027 werde ein bundesweites Netzwerktreffen vorbereitet. Ab dann stehe auch die Plakatausstellung „DNA des Ostens? Jugend im Umbruch“ zur Verfügung, die sich den Erfahrungen junger Menschen in den 1990er und frühen 2000er Jahren widmet. 2026 fördert die Stiftung bereits 70 Projekte im Schwerpunkt „Geteilte Geschichte - Gemeinsame Gegenwart“.




