Präses Heinrich: Kirche muss offen für alle und Schutzraum sein

Präses Heinrich: Kirche muss offen für alle und Schutzraum sein
Die evangelische Kirche will sich bei ihrer anstehenden Jahrestagung mit der Lage der Demokratie beschäftigen. Nach Ansicht der Präses der Synode muss sie zwei Grundhaltungen zusammenbringen.

Berlin (epd). Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, sieht auch für Kirche Herausforderungen angesichts der Anfechtungen der Demokratie. Man brauche die Bereitschaft, offen für jeden Menschen zu bleiben, und gleichzeitig das Signal, Schutzraum für diejenigen zu sein, die an den Rand gedrängt werden, sagte Heinrich am Montag in Berlin. „Das Eine schließt das Andere nicht aus“, ergänzte sie.

Die EKD-Synode tagt ab Sonntag in Würzburg. Das Thema Demokratie steht bei der viertägigen Tagung für Dienstag auf dem Plan. Erwartet wird dazu in Würzburg auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Heinrich zufolge ist geplant, einen Leitantrag zum Thema zu verabschieden.

Heinrich: Nicht bei Symbolhandlungen stehen bleiben

Die im nächsten Jahr ausscheidende Synodenpräses sagte, sie wünsche sich aber auch, dass die Kirche „nicht bei Symbolhandlungen stehen bleibt“. Haltungen zu Demokratie, gegen Extremismus und für Generationengerechtigkeit müssten „durchdekliniert“ werden in Kirchenkreisen und Gemeinden.

Die EKD-Synode kommt in Würzburg zum letzten Mal in ihrer sechsjährigen Wahlperiode zusammen. Im April 2027 wird sich die Synode für eine neue Legislatur konstituieren. Heinrich wird der Synode nicht mehr angehören. Auch für die Spitze muss dann ein oder eine neue Präses gewählt werden.