IW: Geburtenzahl in Deutschland wird vorerst nicht steigen

IW: Geburtenzahl in Deutschland wird vorerst nicht steigen
In Deutschland sinken die Geburtenzahlen. Das IW Köln rechnet nicht mit einer Trendwende.

Köln (epd). Die Zahl der Geburten in Deutschland wird laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in absehbarer Zeit nicht steigen. Bis 2035 werde die Zahl der Frauen zwischen 25 und 39 Jahren bundesweit voraussichtlich um rund ein Zehntel sinken, sodass wesentlich weniger Paare Eltern werden könnten, teilte das Institut am Samstag in Köln mit. Im Jahr 2025 kamen in Deutschland nur rund 654.000 Kinder auf die Welt, so wenig wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Besonders in den ostdeutschen Flächenländern sei die Zahl der Geburten seit 2015 eingebrochen: insgesamt um ein Drittel, bei Müttern mit deutschem Pass sogar um mehr als 40 Prozent. Im Westen sei dieser Rückgang mit sechs bis acht Prozent schwächer ausgefallen.

Trendwende in Ostdeutschland ab 2030

Im Osten sei ein Erklärungsansatz, dass im Zeitraum von 2015 bis 2025 gleichzeitig die Zahl der Frauen zwischen 25 und 39 um 16,5 Prozent zurückging. In Westdeutschland und Berlin stieg deren Zahl hingegen sogar leicht an. Im Osten könnte es ab etwa 2030 allerdings zu einer Trendwende kommen: Dann rücken laut dem IW größere Geburtsjahrgänge in das Alter nach, in dem typischerweise die Familiengründung erfolgt. Im Westen ist dies demnach bis 2035 noch kaum der Fall.