Düsseldorf (epd). Für eine strengere Regulierung digitaler Plattformen durch die Politik hat sich die Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv), Ramona Pop, ausgesprochen. „Aus unserer Sicht sollten Plattformen, KI-Chatbots und Messengerdienste von Vornherein sicher gestaltet sein - und zwar für alle“, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Samstag) in Düsseldorf. „Schädliche Designs, etwa endloses Scrollen, sollten für Kinder und Jugendliche grundsätzlich abgeschaltet werden“, ergänzte sie. Erwachsene sollten dann entscheiden, ob sie bestimmte Funktionen freischalten möchten.
Altersgrenzen seien hingegen nicht ausreichend, weil sie sich umgehen ließen, sagte Pop. Zudem forderte die Vorständin die Politik dazu auf, Plattformen stärker für Inhalte von Usern haftbar zu machen. „Bisher berufen sich Anbieter auf das sogenannte Plattformprivileg, nach dem die Betreiber nicht für Inhalte haften, weil sie von Nutzerinnen und Nutzern stammen. Dieses Argument gerät aber ins Wanken, seit klar ist, dass Algorithmen genau steuern, was wir zu sehen bekommen“, sagte Pop. Online-Plattformen müssten „für das, was sie ausspielen, Verantwortung übernehmen und auch haften“.




