Protestanten feiern Reformationstag

Protestanten feiern Reformationstag
Am Samstag feiern protestantische Christinnen und Christen den Reformationstag. Er verweist auf den Beginn einer christlichen Erneuerungsbewegung.

Frankfurt a.M. (epd). Protestantinnen und Protestanten begehen am Samstag den Reformationstag. Sie erinnern damit an die Anfänge der evangelischen Kirchen. Um den 31. Oktober 1517 herum verbreitete der damalige Augustinermönch Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen kirchliche Missstände, das wurde zum Ausgang einer christlichen Erneuerungsbewegung.

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Kirsten Fehrs, rief zum diesjährigen Reformationstag zu mehr Toleranz bei Fehlern auf. „Wir brauchen im Alltag wie in der Politik mehr Mut, Fehler einzugestehen, und mehr Großzügigkeit gegenüber Menschen, die das tun“, erklärte die Hamburger Bischöfin. Die reformatorische Erkenntnis, dass der Mensch auf Gottes Gnade vertrauen dürfe, eröffne einen anderen Umgang mit den eigenen Unzulänglichkeiten, sagte Fehrs. Es gebe immer die Möglichkeit neu anzufangen.

Feiertag in neun Bundesländern

Der Reformationstag ist in den östlichen Bundesländern - außer Berlin - gesetzlicher Feiertag. 2018 haben außerdem die norddeutschen Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein den Reformationstag zum Feiertag erklärt. Damit ist am 31. Oktober in 9 von 16 Bundesländern arbeitsfrei.