Meisterwerke und Gegenwartsfragen beim "Beethoven Frühling" in Bonn

Meisterwerke und Gegenwartsfragen beim "Beethoven Frühling" in Bonn
Ludwig van Beethoven im Hier und Jetzt neu begegnen: Dazu lädt ein besonderes Festivalformat zum 200. Todestag des Komponisten 2027 in Bonn ein. Das Programm widmet sich neben bekannten Meisterwerken auch Fragen der Gegenwart.

Bonn (epd). Zum 200. Todestag von Ludwig van Beethoven plant das Beethovenfest in Bonn ein besonderes Festivalformat. Beim „Beethoven Frühling“ im März und April 2027 wolle man dazu einladen, „Ludwig van Beethoven im Hier und Jetzt neu zu begegnen“, sagte der Intendant Beethovenfestes, Steven Walter, am Donnerstag in Bonn. Mitveranstalter des Festivals vom 18. März bis 4. April 2027 sind das Beethoven Orchester und das Beethoven-Haus. Das Programm führe Meisterwerke und Gegenwartsfragen neu zusammen.

Über Ostern werde mit dem „Beethoven Frühling“ das musikalische Erbe des in Bonn geborenen Komponisten gefeiert. Seine Musik stehe „bis heute für die großen Fragen nach Menschlichkeit, Frieden und Zusammenhalt“, betonte der Generalmusikdirektor des Beethoven Orchesters, Dirk Kaftan. Zum Auftakt des Festivals spielt der Violinist und Direktor des Beethoven-Hauses Daniel Hope unter dem Titel „Tribute to Beethoven“ vom 18. bis 20. März drei Konzerte mit dem Cellisten Maximilian Hornung, der Pianistin Marie Sophie Hauzel und dem Zürcher Kammerorchester.

Von „Missa solemnis“ bis Konzertzyklus „Beethoven27“

Zu den Höhepunkten des Programms zählen laut Veranstaltern zudem die Aufführung der berühmten Messe „Missa solemnis“ am 25. März durch das Beethoven Orchester Bonn, Sasha Waltz’ choreografische Auseinandersetzung mit Beethovens siebter Sinfonie am 25. und 27. März. Auch der Konzertzyklus „Beethoven27“ mit Kit Armstrong und Jan Caeyers vom 1. bis 3. April wird fortgesetzt. Neben Konzerten stehen Vorträge, Performances, Musiktheater und die Finissage der Ausstellung „Beethoven by Warhol“ auf dem Programm.

Der Komponist und Pianist Ludwig van Beethoven wurde 1770 in Bonn geboren. In der Stadt wuchs er auf und verbrachte seine prägendsten Jahre dort. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Klassik und Wegbereiter der Romantik. Am 26. März 1827 starb er in Wien.