Berlin (epd). Die Kältebusse der Berliner Stadtmission starten in der Nacht von Sonntag auf Montag in die Wintersaison. Drei Fahrzeuge seien dann wieder bis Ende März in jeder Nacht unterwegs, sagte eine Sprecherin der Stadtmission dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Die Hilfsorganisation soll dafür bis Ende der Woche noch zwei bestellte Fahrzeuge erhalten. Ursprünglich hieß es, dass diese voraussichtlich im September geliefert werden. Sie mussten umgebaut werden, um als Kältebusse eingesetzt werden zu können. Zusätzlich sei bereits ein Lieferwagen gespendet worden.
Zum Jahreswechsel war die Kältebus-Flotte zerstört worden. Ein 43-Jähriger hatte an verschiedenen Tagen alle drei Fahrzeuge in Brand gesetzt, wodurch zwei Busse komplett beschädigt wurden. Für den Täter, der an einer paranoiden Schizophrenie leidet, ordnete das Berliner Landgericht im August eine dauerhafte Unterbringung im Maßregelvollzug an. Infolge der Tat habe es eine Welle der Solidarität gegeben: Für die Neuanschaffung der Wagen seien Spenden in Höhe von mehr als 338.700 Euro eingegangen.
Von Ehrenamtlichen betrieben
Die Kältebusse werden den Angaben zufolge von 60 Ehrenamtlichen und 2 Festangestellten betrieben. Sie versorgen vom 1. November bis zum 31. März obdachlose Menschen auf der Straße mit Schlafsäcken, heißem Tee oder Suppe und bringen sie auf Wunsch auch in Notunterkünfte.
Die Berliner Kältehilfe startete bereits am 1. Oktober in die neue Saison. Seitdem stehen obdachlosen Menschen 669 Notübernachtungsplätze zur Verfügung. Zum 1. November soll sich die Zahl auf 930 erhöhen.




