Frankfurt a.M. (epd). Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt die bildungspolitischen Forderungen, die mit den für den 31. Oktober bundesweit angekündigten Jugendprotesten verknüpft sind. „Die jungen Menschen kritisieren zu Recht unter anderem marode Schulen, die Kürzungen bei Bildung und den Fachkräftemangel an Schulen“, sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern am Mittwoch in Frankfurt am Main.
Die GEW teile die Botschaft: „In Bildung investieren, statt bei der jungen Generation zu sparen“. Allerdings unterstütze die Gewerkschaft „ausschließlich gewaltfreie, demokratische und diskriminierungsfreie Protestformen“. Die Solidarisierung mit den bildungspolitischen Zielen bedeute zudem nicht, dass die GEW alle weiteren Forderungen der Initiative „Gen Z regelt!“ teilt.
Distanz zur Demokratie droht
Nach den Worten der GEW-Vorsitzenden geht es bei den Protesten nicht nur ums Geld: Wer in maroden Schulgebäuden lernen müsse und mit häufigem Unterrichtsausfall konfrontiert ist, spüre, dass sich die Politik nicht für die Jugend interessiere. Dies führe zu einer zunehmenden Distanz zur Demokratie.
Für Samstag ruft die Initiative „GenZ regelt!“ zu Demonstrationen in vielen deutschen Städten auf. Die Initiative distanziert sich von Gewalt und Extremismus. Hinweise auf mögliche Versuche der Vereinnahmung durch extremistische und gewaltbereite Gruppen müssten ernst genommen werden, dürften aber nicht von den berechtigten Anliegen ablenken, forderte die GEW. „Friedlicher Protest braucht Rückhalt aus der Zivilgesellschaft“, sagte Finnern.




