Fair-Trade-Betrieb Gepa: Mehr Umsatz und kleineres Betriebsergebnis

Fair-Trade-Betrieb Gepa: Mehr Umsatz und kleineres Betriebsergebnis
Kaffee und Schokolade aus fairem Handel zählen weiter zu den Verkaufsschlagern der Gepa. Höhere Rohwarenpreise verringern die insgesamt positive Gesamtbilanz.

Wuppertal (epd). Trotz eines Großhandelsumsatzes von mehr als 100 Millionen Euro hat das Fair-Trade-Unternehmen Gepa im vergangenen Jahr nur ein leicht positives Betriebsergebnis erzielt. Lag es nach Ertragssteuern im Jahr 2024 noch bei 767.000 Euro, sank es im Jahr 2025 auf 32.000 Euro, wie der am Mittwoch in Wuppertal veröffentlichte Bericht für das Geschäftsjahr 2025 ergab.

Bereits im Mai hatte das Unternehmen erste Ergebnisse für das Jahr 2025 vorgestellt. So stieg der Umsatz von rund 84 Millionen Euro im Jahr 2024 auf mehr als 104 Millionen Euro. Trotz Preisanpassungen aufgrund hoher Rohwarenpreise hätten die Kundinnen und Kunden Vertrauen in die Gepa, schreiben die Geschäftsführer Matthias Kroth und Peter Schaumberger im Vorwort des Berichts. „Inzwischen erzielen wir fast 90 Prozent unseres Lebensmittelumsatzes mit Produkten aus geprüft ökologischem Anbau.“ Im Jahr 2025 hat das Unternehmen bei seinen Partnern für 34,2 Millionen Euro (2024: 23,7 Millionen Euro) Rohware wie Kaffee, Kakao oder Honig gekauft.

311 Tonnen CO2 in Wuppertal eingespart

Den größten Anteil der verkauften Produkte hat den Angaben zufolge nach wie vor Kaffee mit 35,1 Prozent, gefolgt von Schokolade (28,3 Prozent), sonstigen Lebensmitteln (31,9 Prozent), Tee (3,3 Prozent) und nicht essbaren Produkten (1,4 Prozent). Vor allem der Schokoladen-Umsatz habe um etwa 6,2 Millionen Euro zugenommen.

Mit Blick auf den Wuppertaler Standort der Gepa konnten den Angaben zufolge mit der Photovoltaikanlage auf dem Lagerdach nach einem Jahr Betrieb etwa 311 Tonnen CO2 eingespart werden. „Durch die geplante Erweiterung des Speichersystems soll der Energie-Autarkiegrad von 50 auf über 70 Prozent steigen“, heißt es im Bericht.