Endlagersuche: Noch fünf Prozent Deutschlands potenziell geeignet

Endlagersuche: Noch fünf Prozent Deutschlands potenziell geeignet
Die Suche nach einem Endlager für den hochradioaktiven Abfall ist mühsam und zieht sich hin. Am Dienstag veröffentlichte die Bundesgesellschaft für Endlagerung neue Arbeitsstände.

Peine, Berlin (epd). Die Suche nach einem Endlager für den hochradioaktiven Atommüll wird konkreter. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat die infrage kommenden Gebiete am Dienstag noch einmal reduziert. Danach kommen noch Regionen in elf von 16 Bundesländern für ein Endlager infrage. Mit dem aktuellen Arbeitsstand werde die weiter betrachte Fläche auf weniger als fünf Prozent des Bundesgebietes eingegrenzt, erläuterte BGE-Geschäftsführerin Iris Graffunder. Im vergangenen Jahr befanden sich noch etwa 25 Prozent der Fläche Deutschlands im Suchverfahren.

2027 will die im niedersächsischen Peine ansässige BGE „eine bis zwei Handvoll“ Standortregionen benennen, die dann bergmännisch untersucht werden sollen. Mit einer endgültigen Entscheidung über den Endlagerstandort rechnet Graffunder spätestens bis Mitte dieses Jahrhunderts.

Elf Bundesländer sind noch im Rennen

Einer am Dienstag von der BGE ins Netz gestellten interaktiven Karte zufolge weisen noch elf Bundesländer potenziell geeignete Gebiete aus. Berlin, Hessen und Sachsen sind aktuell nicht mehr im Suchverfahren. Rheinland-Pfalz und das Saarland waren schon früher ausgeschieden. In Niedersachsen und Bremen gibt es hingegen noch Flächen, die weiter geprüft werden.

Als sogenannte Wirtsgesteine für das Endlager kommen unterirdische Granit- und Tonformationen sowie Salzstöcke in Betracht. Die künftige Lagerstätte soll mindestens 300 Meter unter der Erde liegen und von einer mindestens 100 Meter dicken Gesteinsschicht als Barriere umgeben sein. Die radioaktiven Abfälle sollen dort für mindestens eine Million Jahre möglichst sicher verwahrt werden.