Klimaschädliche Treibhausgase in Atmosphäre auf Rekordniveau

Klimaschädliche Treibhausgase in Atmosphäre auf Rekordniveau
In knapp zwei Wochen beginnt die 31. Weltklimakonferenz in Antalya. Aktuelle Daten der Weltwetterorganisation zeigen: Die Konzentration klimaschädlicher Treibhausgase in der Atmosphäre ist vergangenes Jahr weiter gestiegen.

Frankfurt a.M., Genf (epd). Die Konzentration klimaschädlicher Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2) oder Methan in der Atmosphäre ist vergangenes Jahr weiter gestiegen und hat ein neues Rekordniveau erreicht. Das teilte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Dienstag zur Veröffentlichung entsprechender Daten für das Jahr 2025 mit. Der Anteil von CO2 lag demnach im weltweiten Durchschnitt bei 426,8 Teilchen pro Million Teilchen (ppm), 153 Prozent des vorindustriellen Referenzwerts von 1750.

Auch die Konzentration von Methan und Lachgas, die ebenfalls entscheidend zur Erderwärmung beitragen, sei auf einem neuen Höchstwert. „Die vergangenen elf Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen, und dieser Trend wird sich fortsetzen“, warnte die stellvertretende WMO-Generalsekretärin Ko Barrett. CO2 habe eine lange Verweildauer und werde das globale Klima nicht nur für Jahre, sondern Jahrzehnte und Jahrhunderte beeinflussen.

Klimakonferenz in Antalya

Die Treibhausgase CO2, Methan und Lachgas werden durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas freigesetzt, aber auch durch Landwirtschaft und Viehhaltung. In der Folge steigt die globale Durchschnittstemperatur, Extremwettereignisse wie Dürren oder Überschwemmungen werden häufiger und intensiver.

Die WMO veröffentlichte die Daten wenige Wochen vor der 31. Weltklimakonferenz. Vom 9. bis 20. November kommt die Staatengemeinschaft im türkischen Antalya zusammen, um über den weiteren Umgang mit der Klimakrise zu beraten. Laut den jüngsten Prognosen der Vereinten Nationen steuert die Welt derzeit auf eine Erwärmung um 2,8 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu. Damit würde das Ziel, den Temperaturanstieg auf möglichst 1,5 Grad zu begrenzen, weit verfehlt.

Wachstum verdreifacht

Laut WMO haben sich die Wachstumsraten von CO2 in der Atmosphäre seit den 1960er Jahren verdreifacht. Habe der durchschnittliche Zuwachs damals noch jährlich 0,8 ppm betragen, liege er für den Zeitraum von 2011 bis 2020 bei 2,4 ppm pro Jahr. Im vergangenen Jahr stieg die CO2-Konzentration in der Atmosphäre den Daten zufolge um 2,8 ppm im Vergleich zu 2024.