Studie: Mindestlohn ist deutlich mehr als Grundsicherung

Studie: Mindestlohn ist deutlich mehr als Grundsicherung

Düsseldorf (epd). Wer auf Vollzeitbasis zum Mindestlohn arbeitet, hat laut einer Studie ein deutlich höheres Einkommen als Empfänger von Grundsicherung. Im bundesweiten Durchschnitt liegt der Einkommensvorteil einer alleinstehenden Person, die Vollzeit zum Mindestlohn arbeitet, für das Jahr 2026 bei rund 623 Euro monatlich, wie eine Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung ergab, die am Dienstag in Düsseldorf vorgestellt wurde.

Mit der Erhebung gehen die WSI-Forscher auch der Frage nach, ob sich Arbeit in Deutschland im Vergleich zur Grundsicherung noch lohnt. Ihr Ergebnis: In ganz Deutschland gibt es einen deutlichen Lohnabstand, der unabhängig von der Haushaltskonstellation gilt. Der Abstand hat sich gegenüber 2025 zudem im Durchschnitt leicht vergrößert, weil die Regelsätze der Grundsicherung in diesem Jahr nicht erhöht wurden, während der Mindestlohn gestiegen ist.