Weimar (epd). Der Förderverein Buchenwald hat eine neue Webseite zu den Außenlagern des Konzentrationslagers Buchenwald vorgestellt. Die Plattform soll historische Informationen bündeln und zugleich die Arbeit der Initiativen und Einrichtungen sichtbar machen, die sich vor Ort für die Erinnerung an die NS-Verbrechen einsetzen, sagte János Varga vom Förderverein am Freitag in Weimar.
Die Webseite umfasst laut Varga 142 Detailseiten inklusive des Stammlagers Buchenwald. An 82 Standorten gebe es ansprechbare Akteure der Erinnerungsarbeit. An 60 Standorten fehlten sie. Der Verein wolle sowohl das große Netzwerk für ein würdiges Gedenken sichtbar machen als auch darauf aufmerksam, dass Tatorte verschwänden, ohne dass eine Erinnerung an die Verbrechen dauerhaft gesichert sei.
Jüngste Forschungsergebnisse eingepflegt
Gestaltet wurde die Webseite von Kolja Lohf. Er sagte, die Außenlager ließen sich über eine interaktive Karte oder alphabetisch über eine Liste aufrufen. Gedenkstätten, Vereine und ehrenamtliche Initiativen können eigene Informationen, Veranstaltungstermine und Angaben zu ihrer Arbeit eintragen. Die Einträge enthalten historische Überblicke, Angaben zum Zweck der Lager und zu ihrer Auflösung.
Bei der Zusammenstellung seien zudem neuere Forschungsergebnisse etwa zu Gründungsjahren und Häftlingszahlen aufgearbeitet worden, teilte der Verein mit. Ab 1944 verwaltete das KZ Buchenwald auch 27 Frauenaußenlager mit rund 27.000 weiblichen Häftlingen.




