Guterres kritisiert Israels Beschränkungen der Gaza-Hilfe

Guterres kritisiert Israels Beschränkungen der Gaza-Hilfe
UN-Generalsekretär Guterres appelliert an die Geberländer, den Menschen im Gaza-Streifen und Westjordanland zu helfen. Das Welternährungsprogramm brauche dringend 450 Millionen US-Dollar zur Versorgung der palästinensischen Bevölkerung

New York, Genf (epd). UN-Generalsekretär António Guterres hat die Beschränkungen der humanitären Hilfe für die Menschen im Gaza-Streifen durch Israel kritisiert. Lebenswichtige Hilfe für die Bevölkerung des palästinensischen Gebiets werde von Israel vor dem schnell heranrückenden Winter zurückgehalten, sagte Guterres am Donnerstag in New York.

Kurz vor einer Reise nach Ägypten erklärte Guterres, dass die Helfer des Welternährungsprogramms dringend 450 Millionen US-Dollar (rund 400 Millionen Euro) benötigten, um die Menschen im Gaza-Streifen und im Westjordanland in den nächsten sechs Monaten zu versorgen.

Guterres fordert Zweistaaten-Lösung

Der UN-Generalsekretär appellierte an die Geberländer, sich stärker für die Menschen im Gaza-Streifen zu engagieren. Es müsse auch einen glaubwürdigen politischen Weg hin zu dauerhaftem Frieden geben, der die Besatzung beende. Guterres forderte eine Zweistaaten-Lösung, bei der die Menschen in Israel und Palästina in Sicherheit Seite an Seite leben sollen.

Guterres will mit der Führung in Kairo über den Nahost-Konflikt sprechen. Zudem sollen der Krieg der USA und Israels gegen den Iran und die unsichere Lage im Libyen thematisiert werden. Israel wirft Guterres im Nahost-Konflikt eine einseitige Unterstützung der Palästinenser vor. Die Regierung in Jerusalem erklärte Guterres zur unerwünschten Person. Zwischen der Terrorgruppe Hamas im Gaza-Streifen und Israel herrscht eine brüchige Waffenruhe.