Papst Leo XIV. betont Wert von Ehe und Familie

Papst Leo XIV. betont Wert von Ehe und Familie
Bei der ersten Generalaudienz nach seiner Lungen-Operation fordert der Papst von der Politik, an der der Förderung von Ehe und Familie mitzuwirken. Mehr als 30.000 Menschen jubelten Leo XIV. zu, als er im Papamobil über den Petersplatz fuhr.

Rom (epd). Papst Leo XIV. hat den Wert von Ehe und Familie in den Mittelpunkt der Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz gestellt. Er rief alle, die unter anderem in der Politik gesellschaftliche Verantwortung tragen, dazu auf, an der Förderung von Ehe und Familie mitzuwirken. Bei der ersten Generalaudienz nach seiner Lungen-Operation saßen Paare in Brautkleid und Anzug in den ersten Reihen. Bei regnerischem Wetter in Rom fuhr Leo XIV. vor der Audienz im Papamobil durch die Reihen auf dem Petersplatz und begrüßte die rund 30.000 Menschen, die ihm zujubelten.

Leo XIV. waren vergangene Woche in der Gemelli-Klinik in Rom ein bösartiger Tumor und ein Teil des rechten Lungenflügels entfernt worden. Die für den vergangenen Mittwoch geplante Generalaudienz war daher ausgefallen. Über den weiteren Ablauf der Behandlung machte der Vatikan bislang keine Angaben.

Kein Eingehen auf seine Operation

Während des Angelusgebets am Sonntag, das Leo wieder im Vatikan betete, bedankte sich der 71 Jahre alte Papst für die Anteilnahme der Menschen. Am Mittwoch ging er nicht weiter auf seine Gesundheit ein, sondern widmete sich ganz dem Thema seiner Ansprache.

Die Fruchtbarkeit der ehelichen Liebe drücke sich in der Zeugung von Kindern aus, sagte der Papst. Das Leben müsse, „sobald es gezeugt ist“, mit größter Sorgfalt geschützt werden, „Abtreibung wie Kindermord“ seien zu vermeiden. Papst. Leo XIV. hob außerdem die soziale Funktion der Familie hervor, die als „Schule einer reicheren Menschlichkeit“ und als „die Grundlage der Gesellschaft“ diene.

Mit seinen Worten bezog sich der Papst auf die Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965). Er hob auch die beiden von seinem Vorgänger Papst Franziskus einberufenen Synodenversammlungen zum Thema Familie und dessen Schreiben „Amoris Laetitia“ hervor. Aus Anlass des zehnten Jahrestages der Veröffentlichung des Schreibens hatte Leo die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen weltweit vom 7. bis zum 14. Oktober in den Vatikan eingeladen, um über aktuelle Fragen von Ehe und Familie zu diskutieren.