Genf (epd). In der Region um die Stadt Taiz im Jemen sind laut dem Hilfswerk Unicef schätzungsweise drei Millionen Menschen von einem Wassernotstand bedroht. Davon seien mindestens 1,6 Millionen Kinder, warnte Unicef am Dienstag in Genf.
Ursachen seien die Gewalt und ein Mangel an Treibstoff in dem Bürgerkriegsland. Taiz sei ohnehin eine der wasserärmsten Regionen des Landes auf der arabischen Halbinsel. Seit der jüngsten Eskalation der Kämpfe zwischen den Huthi-Rebellen und der Regierung im September sind den Angaben zufolge schätzungsweise 120.000 Menschen nach Taiz geflohen.
250.000 Menschen auf der Flucht vor neuer Gewalt
Insgesamt hat die neue Gewalt laut dem Hilfswerk UNHCR rund 250.000 Menschen in die Flucht geschlagen. Viele der Vertriebenen in Taiz sind gemäß Unicef wiederholt geflohen und in überfüllten Siedlungen angekommen. Dort gebe es kaum Nahrung und nur begrenzt sauberes Wasser.
Die Huthi-Miliz, die vom Iran Unterstützung erhält, konnte nach Medienberichten in Jemens Küstenregion vorrücken und die Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge von Bab al-Mandab erringen, die den Indischen Ozean mit dem Roten Meer verbindet. Die jemenitische Regierung bezieht in dem jahrelangen Konflikt Hilfe von einer Koalition, an deren Spitze Saudi-Arabien steht.




