Berlin (epd). Die Bildungsministerkonferenz erweitert den Kompetenzrahmen um KI-bezogene Fähigkeiten. Schülerinnen und Schüler müssten wissen, wie sie die Künstliche Intelligenz (KI) sinnvoll nutzen, aber auch die Ergebnisse kritisch bewerten können, sagte die amtierende Präsidentin der Bildungsministerkonferenz und bayerische Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) am Freitag in Berlin. Die sechs bestehenden Kompetenzbereiche „Bildung in der digitalen Welt“ blieben erhalten und würden unter dem Blickwinkel der KI erweitert.
Dazu gehörten etwa der transparente Umgang mit KI-generierten Beiträgen, Datenschutz und ethische Fragen sowie der Umgang mit Deepfakes. Im Mittelpunkt stünden vier Perspektiven: mit KI bewusst umgehen, KI kreativ anwenden, KI gezielt einsetzen und KI mitgestalten. Die nordrhein-westfälische Bildungsministerin Dorothee Feller (CDU) sagte, KI werde eine wichtige Rolle „im Morgen und Übermorgen“ der Schülerinnen und Schüler spielen. Es sei daher Aufgabe der Bildung, KI-Kompetenz an Schulen zu vermitteln.
Bündnis für Alphabetisierung und Grundbildung
Die Bildungsministerkonferenz und das Bundesbildungsministerium beschlossen zudem das „Bündnis für Alphabetisierung und Grundbildung 2027-2035“. Damit soll geringen Lese- und alltagsmathematischen Kompetenzen sowie niedrigen Problemlösefähigkeiten entgegengewirkt werden.
Die Bildungsministerkonferenz ist eine von drei Teilkonferenzen der Kultusministerkonferenz. Sie soll unter anderem die Qualitätsstandards in Schule und Berufsausbildung sichern und die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung fördern.




