Dresden (epd). Der Deutsche Caritasverband bekennt sich zu seiner politischen Verantwortung angesichts extremistischer Bedrohungen der Demokratie. Der Wohlfahrtsverband wolle „politisch Flagge zeigen“, erklärte Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa in einer Grundsatzrede auf der Mitgliederversammlung des Verbandes in Dresden. „Unser Grundgesetz zu schützen, ist Basisarbeit der Caritas“, betonte sie.
Demokratie sei „nicht das Sahnehäubchen, für das wir uns dann einsetzen, wenn die Grundbedürfnisse unserer Klientinnen und Klienten befriedigt sind“, sagte die Präsidentin. Demokratie sei das Fundament. Sie sichere gleichberechtigte Partizipation und ermögliche Freiheit und Mitgestaltung.
Engagement junger Menschen fördern
Der Deutsche Caritasverband macht sich nach eigenen Angaben seit Jahren für eine Aufwertung des gesellschaftlichen Engagements von jungen Menschen gerade auch in den Jugendfreiwilligendiensten stark. In der aktuellen Diskussion um einen neuen Gesellschaftsdienst fordert er, für alle Freiwilligendienste attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen, insbesondere durch einen Rechtsanspruch auf Refinanzierung aller Freiwilligendienstplätze.
Den Angaben zufolge ist der Caritasverband mit rund 25.000 Diensten und Einrichtungen der größte deutsche Wohlfahrtsverband. Mit bundesweit 770.000 Mitarbeitenden und mehr als 500.000 ehrenamtlich Engagierten unterstütze die Caritas jährlich rund 13 Millionen Menschen, hieß es. Die diesjährige Mitgliederversammlung mit rund 200 Delegierten aus Diözesan- und Caritasverbänden sowie von Fachverbänden und Trägern tagte von Dienstag bis Donnerstag in Dresden.




