Düsseldorf (epd). Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), hat das bundesweite Alkoholverbot an Bahnhöfen begrüßt. Alkohol sei nicht die Ursache jeder Auseinandersetzung, aber er könne Konflikte verschärfen und Hemmschwellen senken. Deshalb begrüße er das bundesweite Alkoholkonsumverbot der Deutschen Bahn (DB) ausdrücklich, sagte Streeck der „Rheinischen Post“ (Donnerstag).
Die Deutsche Bahn verbietet von Donnerstag an an allen Bahnhöfen das Trinken von Alkohol. Das Konsumverbot gilt an allen 5.700 Bahnhöfen der DB.
Kritik kommt von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe. Für wohnungslose Menschen mit Suchterkrankungen seien Bahnhöfe „oft wichtige, witterungsgeschützte und vergleichsweise sichere Orte“, sagte eine Sprecherin der „Rheinischen Post“. Bei Verdrängung aus den Bahnhöfen in abgelegene Bereiche könnten Betroffene durch aufsuchende soziale Arbeit schwerer erreicht werden.
Alkoholisierte Menschen gerade für Kinder beängstigend
Streeck betonte hingegen, Bahnhöfe müssten Orte sein, an denen sich alle Menschen sicher fühlen könnten. Keine Familie sollte sich fragen müssen, ob sie mit ihren Kindern einen Bahnhof besser meidet. „Gerade für Kinder kann es beängstigend sein, wenn Menschen stark alkoholisiert sind, laut werden oder sich aggressiv verhalten.“




