Berlin (epd). Laut einer Umfrage der Kampagnenorganisation Campact unterstützen rund zwei Drittel der Wählerinnen und Wähler von CDU und CSU die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens. Bei als rechtsextrem eingestuften AfD-Landesverbänden seien es sogar 81 Prozent, teilte Campact am Mittwoch in Berlin mit. Die Ergebnisse der repräsentativen Befragung stünden „im deutlichen Kontrast zur skeptischen Haltung der CDU-Spitze gegenüber einem Verbotsverfahren“.
Bei den Befragten, die zur Wahl der SPD neigen, stimmten sogar 79 Prozent für die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens auf Bundesebene, hieß es. Bei rechtsextremen Landesverbänden sprachen sich 87 Prozent der SPD-Wählenden dafür aus.
Auch eine Zusammenarbeit mit der AfD wurde von einer Mehrheit der Wählerinnen und Wähler der Mitte-Parteien abgelehnt: 81 Prozent der SPD-Wählenden und 70 Prozent der CDU/CSU-Wählenden sprachen sich gegen eine Koalition mit der AfD aus. Für 52 Prozent der Unionswählerschaft wäre es außerdem ein Grund, nicht mehr die CDU zu wählen, sollten einzelne CDU-Abgeordnete zur AfD überlaufen.
Demonstrationen gegen AfD positiv bewertet
Zudem befürworteten 58 Prozent aller befragten Wahlberechtigten die Demonstrationen gegen die AfD in den Tagen nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, besonders die Wählerinnen und Wähler der politischen Mitte. 85 Prozent der Befragten mit Wahlabsicht SPD bewerteten diese als positiv und 75 Prozent derer, die die Unionsparteien wählen wollen.
Bei der repräsentativen Umfrage wurden den Angaben zufolge vom 14. bis 16. September insgesamt 3.113 Wahlberechtigte durch das Meinungsforschungsinstitut pollytix befragt.




