Dresden (epd). Sachsens Landeshauptstadt Dresden wird 2029 Gastgeberin der Europride. Im Mittelpunkt des Ereignisses in drei Jahren stehen Sichtbarkeit, Menschenrechte und der Austausch über gesellschaftliche und politische Grenzen hinweg, wie der CSD Dresden am Montag mitteilte. Zum Programm gehören den Angaben zufolge Demonstrationen sowie politische und kulturelle Veranstaltungen wie Livemusik, Sportevents und eine Menschenrechtskonferenz.
Die Europride wird seit 1992 in wechselnden europäischen Städten ausgerichtet. In Deutschland fand sie bislang in Berlin, Köln und zuletzt 2004 in Hamburg statt.
Oberbürgermeister betont Gastfreundschaft
Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) erklärte, die Stadt wolle 2029 gemeinsam mit Europas queerer Community Begegnungen ermöglichen und ein offener, vielfältiger und gastfreundlicher Ort sein. Für das Festival in Sachsen hatte sich der CSD Dresden eingesetzt. In diesem Jahr fand die Europride im niederländischen Amsterdam statt.
Das Motto der Europride in Dresden lautet „Turn Walls into Bridges - Mauern in Brücken verwandeln“. Das Jahr 2029 sei bewusst gewählt worden, hieß es. Dann jähren sich die Begründung der Christopher-Street-Day-Bewegung zum 60. Mal und die friedliche Revolution in der DDR zum 40. Mal. Dies seien „zwei historische Bewegungen, die zeigen, was möglich ist, wenn Menschen für Freiheit und ihre Rechte aufstehen“, hieß es.
Am 28. Juni 1969 widersetzten sich Gäste einer Schwulen-Bar in der Christopher Street in New York der Polizeigewalt. Das Datum gilt als Anfang der CSD-Bewegung.




