Erfurt (epd). Der neue Intendant des Theaters Erfurt, Christian Illgen, verlässt für ein ungewöhnliches Gesprächsformat sein Büro. Unter dem Titel „Auf ein Wort mit Christian Illgen“ suche der Theaterleiter den direkten Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern der thüringischen Landeshauptstadt, teilte eine Sprecherin am Montag mit. Die Begegnungen sollen auch im alltäglichem Umfeld der Stadtbevölkerung stattfinden.
Illgen bietet an, die Menschen gezielt dort zu besuchen, wo ihr Leben stattfindet. Das Spektrum reiche von privaten Familienfeiern im Garten oder Wohnzimmer bis hin zu Treffen in Vereinsheimen, Jugendklubs, Mensen, Proberäumen oder im beruflichen Umfeld, erläuterte die Sprecherin. Ziel der Aktion sei es keineswegs, ein fertiges Programm zu präsentieren, sondern zuzuhören und Impulse für den kulturellen Diskurs der Stadt zu sammeln.
Interesse an den Perspektiven in der Stadt Erfurt
Das Angebot richtet sich den Angaben zufolge ausdrücklich auch an Menschen, die bislang keinen Bezug zum Theater Erfurt hatten. Illgen, der seit August im Amt ist, sagte, jeder Gesprächswunsch von Kitas, Schulen, Vereinen oder Seniorengruppen sei willkommen. Als Intendant und Privatperson liege ihm der Austausch mit den Menschen der Stadt am Herzen. Er wolle wissen, was die Menschen in Erfurt bewege und welche Perspektiven im kulturellen Diskurs mehr Beachtung verdienen sollten. Das gebe Hinweise darauf, welche Themen künftig auf der Bühne des Theaters Erfurt verhandelt werden sollen.




