UNO-Flüchtlingshilfe: Fehlende Menstruationshygiene ist Bildungshürde

UNO-Flüchtlingshilfe: Fehlende Menstruationshygiene ist Bildungshürde

Bonn (epd). Die UNO-Flüchtlingshilfe weist zum Weltmädchentag am 11. Oktober auf eine oft übersehene Barriere für Bildung hin: Fehlende Menstruationshygiene könne dazu führen, dass Mädchen regelmäßig der Schule fernbleiben, erklärte die deutsche Unterstützungsorganisation der Flüchtlingsarbeit der Vereinten Nationen am Sonntag in Bonn. Vor allem Mädchen auf der Flucht verfügten oft nicht über geeignete Menstruationsprodukte, Wasser oder geschützte Toiletten. Ihre Periode entscheide dann darüber, ob sie am Unterricht teilnehmen können.

Die Spendenorganisation für die Arbeit der UN verwies darauf, dass etwa in Uganda mehr als die Hälfte der Mädchen angebe, während ihrer Monatsblutung nicht zur Schule zu gehen. In Kenia könnten sich zwei Drittel der Mädchen und Frauen keine Menstruationsprodukte leisten. Wer auf Stoffreste, Blätter oder Papier zurückgreife, riskiere auch gesundheitliche Probleme und Infektionen.

Für Mädchen auf der Flucht sind Hürden besonders hoch

Weltweit gehen nach Angaben der UNO-Flüchtlingshilfe rund 120 Millionen Mädchen nicht zur Schule. Mädchen in Krisenregionen und auf der Flucht seien besonders gefährdet, den Zugang zu Bildung zu verlieren. Laut UNHCR besuchen 44 Prozent der geflüchteten Kinder keine Schule.