Bündnis demonstriert in Berlin für Ausbau der Erneuerbaren

Bündnis demonstriert in Berlin für Ausbau der Erneuerbaren
Zwei Gesetzesvorhaben von Wirtschaftsministerin Reiche stehen in der Kritik, den Ausbau der Erneuerbaren massiv auszubremsen. Branchenverbände fordern bei einer Kundgebung am Bundestag stattdessen mehr Tempo bei der Energiewende.

Berlin (epd). Ein Bündnis von Branchen- und Umweltverbänden hat am Freitag vor dem Reichstagsgebäude in Berlin für den Ausbau erneuerbarer Energien demonstriert. Unter dem Motto „Ausbauen statt Ausbremsen“ protestierten die nach Polizeiangaben 1.800 Teilnehmer gegen die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und das Netzanschlusspaket.

Kritiker werfen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) vor, damit den Ausbau von Wind- und Solarenergie in Deutschland zu behindern. Die Bundesregierung begründet die Vorhaben, die nächste Woche verabschiedet werden könnten, mit mehr Kosteneffizienz und Versorgungssicherheit.

Laut Angaben der Polizei zogen die Demonstrierenden und mehrere Fahrzeuge durch das Regierungsviertel, darunter ein Sattelschlepper mit einem Windradflügel. Sie skandierten „Erneuerbar - Unverzichtbar“ und hielten Plakate wie: „Jobs für morgen statt Lobby von gestern“. Organisiert wurde der Protest von dem Bündnis Erneuerbare Energien und den Kampagnenverein Campact. Die Geschäftsleiterin der Klima-Allianz Deutschland, Viviane Raddatz, mahnte zu mehr Tempo bei der Energiewende: „Die Klimakrise wartet nicht auf die nächste Gesetzesnovelle.“

Unterstützung von mehr als 300 Unternehmen und Verbänden

Das Bündnis fordert Planungssicherheit und Investitionsanreize, um die Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energien zu sichern, einen schnelleren Ausbau der Verteilnetze sowie eine niedrigere Stromsteuer. Mehr als 300 Unternehmen und Verbände unterstützen den Aufruf, darunter der Bundesverband Windenergie und der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft.