Kritik an Kürzungsplänen für pflegende Angehörige im Rentenalter

Kritik an Kürzungsplänen für pflegende Angehörige im Rentenalter

Berlin (epd). Die geplante Streichung der Teilrentenlösung für pflegende Angehörige im Rentenalter stößt auf Kritik. Es sei „das falsche Signal, pflegenden Angehörigen künftig die Möglichkeit zu nehmen, für ihre Pflegearbeit weitere Rentenansprüche zu erwerben“, sagte die Pflegeexpertin im Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), Christiane Rock, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). „Gerade ältere Menschen pflegen häufig ihre Partnerinnen und Partner oder Eltern. Dafür verdienen sie Anerkennung und soziale Absicherung.“

Ähnlich äußerte sich die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele. „Falls die Bundesregierung diese Rentenart streicht, wird es diejenigen treffen, die den wertvollen Dienst der häuslichen Pflege ihrer Familienmitglieder leisten“, sagte sie den Funke-Zeitungen. Das wäre „hochgradig unsolidarisch“. Zudem wäre das Einsparvolumen bei einer Abschaffung der Teilrente mit rund 150 Millionen Euro bei 39.000 betroffenen Rentnerinnen und Rentner pro Jahr sehr gering.

Zusätzliche Rentenpunkte

Bisher ist es für pflegende Angehörige auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze möglich, zusätzliche Rentenpunkte zu sammeln, sobald sie auf mindestens 0,01 Prozent ihrer Rente verzichten.