Aachen (epd). Das kirchliche Hilfswerk Missio Aachen dringt auf eine diplomatische Initiative für die Region Tigray im Norden Äthiopiens. Der dortige Konflikt lasse sich militärisch nicht lösen, mahnte Missio am Mittwoch unter Verweis auf die jüngste militärische Eskalation. Deutschland und die Europäische Union sollten jetzt ihre diplomatischen Kontakte nutzen, um alle Konfliktparteien ins Gespräch zu bringen.
Die äthiopische Armee und verbündete Milizen hatten zuletzt Mekelle, die Hauptstadt der Region Tigray, unter ihre Kontrolle gebracht. Missio betont, es handele es sich längst mehr allein um einen inneräthiopischen Konflikt. Spannungen mit Eritrea und die Frage nach einem Zugang Äthiopiens zum Roten Meer verschärften die Lage. Hinzu kämen der Krieg im Jemen und Fluchtbewegungen in das benachbarte Dschibuti.




