Berlin (epd). Deutschland hat vergangenes Jahr 4,7 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt für die internationale Klimafinanzierung bereitgestellt. Damit sanken die öffentlichen Mittel im Vergleich zu 2024, als die Summe noch bei 6,1 Milliarden Euro lag. Das Entwicklungs- und Umweltministerium verwiesen bei der Veröffentlichung der Zahlen am Dienstag auf private Investitionen und Kredite bei der Klimafinanzierung.
Trotz sinkender Haushaltsmittel sei es gelungen, über rückzahlbare Darlehen und klimafreundliche Investitionen von Unternehmen zusätzliche Mittel zu mobilisieren, hieß es. Den Angaben zufolge wurden aus mobilisierten Mitteln insgesamt 6,1 Milliarden Euro bereitgestellt. Dabei geht es um Kredite über die KfW-Bank und die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) sowie gehebelte private Investitionen.
Entwicklungsländer fordern öffentliche Zuschüsse
Die internationale Gemeinschaft hat sich mit dem Pariser Klimaziel auch darauf verpflichtet, ärmere Staaten bei der Vermeidung von CO2 und der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Bis 2025 lag die vereinbarte Zielmarke bei jährlich 100 Milliarden US-Dollar. Bis 2035 soll die Summe auf mindestens 300 Milliarden Dollar pro Jahr steigen.
Die Klima-Hilfen sind eines der großen Streitthemen bei den internationalen Klimaverhandlungen. Entwicklungsländer fordern immer wieder einen größeren Anteil öffentlicher Zuschüsse. Deutschland hatte sechs Milliarden Euro pro Jahr aus öffentlichen Haushaltsmitteln zugesagt. Dieses Ziel wurde vergangenes Jahr nun verfehlt.
Den größten Anteil an den öffentlichen Mitteln stellte vergangenes Jahr das Entwicklungsministerium bereit. 85 Prozent der Gelder kamen aus dem Entwicklungsetat. Die restlichen Mittel seien überwiegen aus dem Bundesumweltministerium gekommen, hieß es. Angesichts der Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit in den vergangenen Jahren hatte sich ein Rückgang bei der Klimafinanzierung bereits abgezeichnet.




